Termine 2026, die 110-Euro-Grenze und wie Shuttle und Heimfahrten für die Weihnachtsfeier in Hamburg funktionieren.

Kurz gesagt: Am einfachsten ist ein Sammelshuttle zur Feier und gestaffelte Heimfahrten nach Stadtteilen, beides vorab beauftragt. Die Saison 2026 fällt mit dem Winterdom (6. November bis 6. Dezember) und den Weihnachtsmärkten zusammen. Ein vom Arbeitgeber organisierter Shuttle zählt steuerlich zu den 110 Euro, die je teilnehmendem Mitarbeitenden für bis zu zwei Feiern im Jahr steuerfrei bleiben. Der direkte Heimweg ist gesetzlich unfallversichert, wenn die Feier als Betriebsveranstaltung gilt und der Weg nicht privat unterbrochen wird.
Der 1. Advent fällt auf den 29. November. Die Freitage und Samstage im Dezember vor Weihnachten sind der 4. und 5., der 11. und 12. sowie der 18. und 19. Dezember. Am 13. Dezember ist außerdem Fahrplanwechsel. Wer Mitarbeitende auf Bus und Bahn verweist, sollte danach die Verbindungen neu prüfen.
1. Sammelshuttle: Ein oder mehrere Fahrzeuge fahren zu festen Zeiten vom Büro oder Hotel zur Location und zurück. Das eignet sich, wenn viele Gäste am selben Ort starten.
2. Gestaffelte Heimfahrten: Nach der Feier fahren Fahrzeuge zu festen Uhrzeiten, etwa um 22:30, 23:30 und 0:30 Uhr, und bringen Gäste gebündelt nach Stadtteilen nach Hause. So muss niemand spontan eine Fahrt suchen.
3. Stundenbuchung für den Abend: Fahrzeug und Chauffeur stehen für einen festen Zeitraum bereit. Die einzelnen Fahrten laufen innerhalb dieses Auftrags, etwa für Geschäftsführung, Ehrengäste oder Kunden.
Die Modelle lassen sich kombinieren, zum Beispiel ein Sammelshuttle zur Feier und gestaffelte Heimfahrten danach.
Eine Mercedes-Benz V-Klasse hat je nach Bestuhlung bis zu acht Sitze einschließlich Fahrer. Rechtlich ist ein Pkw ein Fahrzeug mit höchstens neun Plätzen einschließlich Fahrer, also für bis zu acht Fahrgäste. Ab neun Fahrgästen ist ein Bus nötig, gefahren mit Führerschein der Klasse D1 oder D. Für Gruppen von 10 bis 20 Personen sind deshalb mehrere Vans parallel oft die flexiblere Lösung als ein Bus, weil sie verschiedene Stadtteile gleichzeitig anfahren können.
Für Betriebsveranstaltungen gilt nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG ein Freibetrag von 110 Euro je teilnehmendem Mitarbeitenden, für bis zu zwei Veranstaltungen im Jahr. Eingerechnet werden alle Aufwendungen des Arbeitgebers einschließlich Umsatzsteuer, auch für den äußeren Rahmen. Voraussetzung ist, dass die Feier allen Beschäftigten des Betriebs oder Betriebsteils offensteht.
Zur Beförderung sagt das BMF-Schreiben vom 14. Oktober 2015 Folgendes:
Wird die Grenze überschritten, ist lohnsteuerlich nur der übersteigende Betrag steuerpflichtig, denn die 110 Euro sind ein Freibetrag. Der Arbeitgeber kann diesen Teil pauschal mit 25 Prozent versteuern (§ 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG).
Umsatzsteuerlich wirkt die Grenze anders: Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 10. Mai 2023 (V R 16/21), dem ein Fall vom Finanzgericht Hamburg zugrunde lag, ist die 110-Euro-Grenze für den Vorsteuerabzug eine Freigrenze. Wird sie überschritten, entfällt der Vorsteuerabzug komplett. Ob Transferkosten dabei einzurechnen sind, sagt das Urteil nicht. Vorsichtshalber sollten sie in die Kalkulation pro Kopf einfließen.
Hinweis: Dieser Abschnitt fasst die Rechtslage zusammen und ersetzt keine Steuerberatung.
Laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (Pressemitteilung vom 20. November 2025) ist eine Betriebsfeier versichert, wenn sie vom Unternehmen organisiert oder gebilligt ist, die Unternehmensleitung oder eine von ihr beauftragte Person teilnimmt, die Feier allen offensteht und dem Betriebsklima dient. Auch der direkte Hin- und Rückweg ist versichert, solange er nicht privat unterbrochen wird.
Versichert ist die Feier während des offiziellen Programms und nur, solange noch die Mehrzahl der Teilnehmenden anwesend ist. Wer danach weiterzieht, etwa auf einen Weihnachtsmarkt, ist in der Regel nicht mehr versichert. Unfälle, die hauptsächlich auf Alkohol zurückgehen, sind nicht versichert, Gäste und Partner ebenfalls nicht. Ein Umweg, um gemeinsam mit anderen Versicherten ein Fahrzeug zu nutzen, ist nach § 8 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe b SGB VII grundsätzlich versichert.
In den Nächten vor Wochenenden und Feiertagen fahren U- und S-Bahn in Hamburg laut HVV durchgehend. Für Gäste mit weitem Heimweg ins Umland oder mit mehreren Umstiegen ist eine organisierte Heimfahrt dennoch die planbarere Lösung, gerade wenn die Feier unter der Woche stattfindet.
Ja, wenn der Arbeitgeber die gemeinsame Fahrt organisiert. Das BMF nennt diesen Fall ausdrücklich als Beispiel.
Der direkte Heimweg ja, solange er nicht privat unterbrochen wird und die Feier die Voraussetzungen einer Betriebsveranstaltung erfüllt. Nach dem Ende des offiziellen Teils endet der Schutz in der Regel.
Eine Mercedes-Benz V-Klasse hat je nach Bestuhlung bis zu acht Sitze einschließlich Fahrer. Ab neun Fahrgästen ist rechtlich ein Bus erforderlich.
Lohnsteuerlich wird nur der übersteigende Betrag steuerpflichtig, der Arbeitgeber kann ihn pauschal mit 25 Prozent versteuern. Beim Vorsteuerabzug ist die Grenze dagegen eine Freigrenze: Wird sie überschritten, entfällt er komplett.
Nur im Rahmen des gebuchten Auftrags. Mit einer Stundenbuchung steht das Fahrzeug für den Abend bereit und der Organisator entscheidet über die einzelnen Fahrten.
Nicht auf dem Jungfernstieg, der für den allgemeinen Autoverkehr gesperrt ist. Besser sind Seitenstraßen oder die Vorfahrt der Location.
Stand der Angaben: 26. Oktober 2026.